Blutegeltherapie

Bereits seit 2000 Jahren setzt man Blutegel zur Behandlung verschiedener Krankheiten ein. Der positive Effekt der Blutegelbehandlung beruht einerseits auf der Reduzierung von Blutvolumina - ähnlich dem Aderlass - und andererseits auf den positiven Wirkstoffen, die der Blutegel mit seinem Speichel in das Tier abgibt. Neben weiteren entzündungshemmenden und damit schmerzstillenden Stoffen, sind Hirudin und Calin gerinnungshemmend und reinigend, während Hyaluronidase die Gefäßpermeabilität erhöht. Für die Therapie wird ausschließlich der medizinische Blutegel, Hirudo medicinalis verwendet.

Das Einsatzspektrum für Blutegel ist vielfältig . So helfen die Tierchen bei der Behandlung von orthopädischen Erkrankungen wie Kreuzbandriss, Arthrose, Hüft- oder Ellenbogendysplasie, Krankheiten der Wirbelsäule, Gelenkgallen, Hufrehe, Hufrollenentzündung, Kissing Spines, Patellafixation, Sehnen- und Bandverletzungen u.v.m., aber auch bei Mauke, Hämatomen und Wundheilungsbeschwerden. 

Eine Blutegelbehandlung ist für jedes Tier ab 5kg geeignet und wird von den Patienten in der Regel problemlos toleriert. Da die Blutegel jedoch sehr sensible Tiere sind, ist die Behandlung nicht bei jeder Witterung und nur in einem ruhigen, zugfreien Umfeld möglich. Vor Beginn einer Blutegelbehandlung erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch sowie eine Untersuchung der Vitalparameter und Blutgerinnungsfähigkeit des Patienten.

© Kathrin Muschiol / THP-Muschiol Willich / Tel.: (0151) 6510 5266

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